Unser Konzept

Neben dem Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre ist die Pädagogik nach der Lehre von Maria Montessori die Grundlage der Bildungs- und Erziehungsarbeit in unserem Kinderhaus.

Der Grundgedanke der Montessori-Pädagogik ist:

„Hilf mir, es selbst zu tun.“ 

Deshalb

– achten wir das Kind in seiner Persönlichkeit, sehen es als ganzen, vollwertigen Menschen;

– helfen wir dem Kind, seinen Willen zu entwickeln, indem wir ihm Raum für freie Entscheidungen geben;

– helfen wir ihm, selbständig zu denken und zu handeln;

– bieten wir ihm Gelegenheit, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen, denn Kinder wollen nicht nur irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen);

– helfen wir dem Kind dabei, Schwierigkeiten zu überwinden, anstatt ihnen auszuweichen.

Vorbereitete Umgebung und das von Maria Montessori entwickelte pädagogische Material

In einer durch den/die ErzieherIn bewusst gestalteten vorbereiteten Umgebung finden die Kinder Materialien, die vielfältige Erfahrungen ermöglichen und die Entwicklung fördern. Dabei achten wir auf Ordnung, Ästhetik und Überschaubarkeit des Materialangebotes.

Mithilfe der Materialien wird das Kind zur größtmöglichen Selbständigkeit, zur Verantwortung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen und dem Material erzogen. Die Erziehung zur Selbständigkeit ist auch verbunden mit Vertrauen in die kindlichen Fähigkeiten.

Der Gruppenraum ist in verschiedene Bereiche gegliedert und gibt den Kindern Orientierung. Für besondere Angebote, wie z.B. Stilleübungen, Musik- oder Bewegungsangebote, gibt es weitere Räumlichkeiten.

Es ist das Ziel der Pädagogik Montessoris, den Willen zu bilden, nicht ihn zu brechen.

Der/Die ErzieherIn beobachtet das Kind, gibt Impulse für seine weitere Entwicklung und bietet Hilfe und Unterstützung an. Die Potentiale des Kindes gemäß seinem „inneren Bauplan“ sollen somit entdeckt und erschlossen werden. Das arbeitende Kind wird von der Erzieherin geachtet und, wenn nötig, vor Störungen durch andere geschützt. Konzentration und bewusstes Handeln sind zentrales Ziel.

Wichtige Aufgabe der ErzieherIn ist es auch, Verhaltensregeln zu vermitteln und auf deren Einhaltung zu achten. Ohne diese Begrenzung der persönlichen Freiheit ist ein geordnetes Zusammenleben nicht möglich. Die feste Integration von Gruppenaktivitäten (u.a. Erzählkreis, Spaziergänge) in den Tagesablauf ist deshalb auch Bestandteil der sozialen Erziehung.